© Michael Lüder
Wie können Debatten auch bei kontroversen Themen vertrauensvoll geführt werden? Das Netzwerktreffen regt zum Austausch über den Stand und die Perspektiven politischer Bildung im Land Brandenburg an. Dr. Martina Weyrauch, langjährige Leiterin der Brandenburgischen Landeszentrale für politische Bildung, gibt in ihrem Impulsreferat einen tiefen Einblick in die politische Bildung im Land Brandenburg.
Einander zuhören, auch wenn ich anderer Meinung bin – das ist die Basis für eine funktionierende Demokratie. Zusammen mit dem Verein Mehr Demokratie e. V. laden wir dazu ein, in moderierten Kleingruppen über Trennendes und Verbindendes zu sprechen, über Sorgen und Nöte und darüber, wie wir in Beziehung bleiben können, auch wenn wir die Ansichten anderer nicht teilen. Das vom Verein Mehr Demokratie entwickelte Dialogformat ermöglicht es den Teilnehmenden, einerseits ins Gespräch über den eigenen „Ist-Stand“ zu kommen und andererseits eine Methode für die Arbeit als Bildungsanbieter vor Ort kennenzulernen. Dr. Josef Merk vom Mehr Demokratie e.V. leitet den Methoden-Workshop.
Eine Kooperationsveranstaltung der Brandenburgischen Landeszentrale für politische Bildung mit Mehr Demokratie e. V.
- Programm
Ab 9:30 Uhr
Ankommen10:00 Uhr
Begrüßung10:15 Uhr - 11:30 Uhr
Herausforderungen der politischen Bildung in Brandenburg mit einem Impulsvortrag von Dr. Martina Weyrauch11:30 Uhr - 12:30 Uhr
Mittagspause12:30 Uhr - 14:30 Uhr
Vorstellung, Anwendung und gemeinsame Reflexion der Methode „Sprechen und Zuhören" durch Dr. Josef Merkab 14:30 Uhr
Kaffeegespräch. Erfahrungsaustausch der Teilnehmenden16:00 Uhr
Ende der Veranstaltung
Zusammenfassung
- Tagungsbericht
- Martina Weyrauch: Herausforderungen politischer Bildung in Brandenburg
- Sprechen und Zuhören. Das Dialogformat von "Mehr Demokratie e.V."
© Beate Wätzel
rechts: Dr. Jana Steinke, kommissarische Leiterin der Landeszentrale seit 1. Februar 2025, begrüßt die Gäste zum Netzwerktreffen.
Dr. Martina Weyrauch über "Herausforderungen politischer Bildung im Land Brandenburg".
Für mich ganz persönlich, ist dieser 15. Januar 2025 Anlass, eine kleine Bestandsaufnahme für das Land Brandenburg vorzunehmen. Was ist uns in meinen Augen in der politischen Bildung geglückt? Woran sollten wir festhalten und wo müssen wir neu ansetzen und nachdenken?
Der Vortrag kann auf YouTube nachgehört werden.
Dr. Martina Weyrauch und Dr. Jana Steinke
In der anschließenden Diskussion wurde teilweise von einer „tiefen Krise der politischen Bildung“ gesprochen.
Dabei wurde auf die Tatsache hingewiesen, dass bestimmte Themen gar nicht mehr angesprochen würden, weil die Auseinandersetzung damit nicht zuletzt aufgrund der allgemeinen Verrohung der Diskussionskultur, auch unter den demokratischen Akteurinnen und Akteuren, nicht mehr zu leisten sei.
Berichtet wurde von deutlichen Unterschieden zwischen Stadt und Land, etwa wenn es um die Umsetzung von Sicherheitskonzepten für Veranstaltungen ginge. Im ländlichen Raum sei dies einfach durch die Entfernungen zur nächsten Polizeistation kaum möglich.
Erfahrungsaustausch der Teilnehmenden in der Pause.
Dr. Josef Merk vom Verein "Mehr Demokratie e.V." erklärt die Methode.
Jenna Büchy vom Verein "Mehr Demokratie e.V." beim Methoden-Workshop in der Landeszentrale.
Diskussionsrunde beim Methodenworkshop "Sprechen und Zuhören".
Der Austausch ermutigte die Teilnehmenden spürbar. Optimistisch stimmte die Offenheit, neue Methoden in der politischen Bildung auszuprobieren. Das Netzwerktreffen wird nächstes Jahr wieder stattfinden.
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