Die Energiewende schreitet weiter voran – und prägt vor allem die ländlichen Regionen Ostdeutschlands. Zwischen Freiflächen-Photovoltaik, Windenergie, Biogas und neuen Speichertechnologien entsteht ein dynamisches Spannungsfeld ökonomischer, ökologischer und sozialer Veränderungen. Diese Entwicklungen bringen Chancen – etwa für den Klimaschutz und einen innovativen Wirtschaftssektor – aber auch Herausforderungen: Fragen nach Flächennutzung, Beteiligung, Landschaftsbild und regionaler Wertschöpfung werden zunehmend kontrovers diskutiert.
Das Seminar beleuchtet diese Themen aus wissenschaftlicher, politischer und praktischer Perspektive. Es vermittelt Grundlagen zur Nutzung Erneuerbarer Energien, stellt aktuelle energiepolitische und rechtliche Rahmenbedingungen vor und diskutiert zentrale Konfliktlinien rund um die Energiewende. Ein Fokus liegt zudem auf Praxisbeispielen in der Umgebung von Trebnitz: Exkursionen und Gespräche vor Ort ermöglichen direkte Einblicke in verschiedene Anlagen und Projekte, u. a.
- Agri-Photovoltaikanlage in Märkisch-Oderland
- Solarpark Neuhardenberg
- Rehfelde-EigenEnergie eG
- Biogasanlage in der Region
- Private Anwendungen in Buckow
Die Teilnehmenden kommen mit Betreiber*innen, Kommunalvertreter*innen, Bürgerenergieinitiativen und Kritiker*innen ins Gespräch. So lassen sich unterschiedliche Perspektiven und Interessen aus erster Hand kennenlernen. Die Energiewende wird so in den breiteren gesellschaftlichen Diskurs und seine Kontroversen eingeordnet, z. B.
- Stadt vs. Land
- Profiteure vs. Verlierer
- Standortdiskussionen
- politischer Diskurs.
Das Seminar ermöglicht es, ein fundiertes Verständnis der aktuellen Energiewendeprozesse zu entwickeln. Es bietet zudem praxisnahe Anregungen für lokale Initiativen, kommunale Strategien und Projekte im Bereich Erneuerbarer Energien.
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