Energiewende

Der Begriff Energiewende steht für den schrittweisen Verzicht auf so genannte fossile Energien wie Kohle, Erdöl und Erdgas und ihren Ersatz durch sich erneuernde Energieformen (Sonne, Wasser, Wind), aber auch Kernenergie.

Die Bundesregierung hat beschlossen, dass die Energieversorgung Deutschlands bis zum Jahr 2050 überwiegend durch erneuerbare Energien gewährleistet werden soll. Dabei soll auf nukleare Energie verzichtet werden. Der schrittweise Ausstieg aus der Kernenergie ist bis spätestens 2022 vorgesehen. Um dennoch den steigenden Energiebedarf decken zu können, arbeiten Politik, Wirtschaft, Kommunal- und Landesregierungen, Wissenschaftler, Verbände sowie viele kleine lokale Energiewendeinitiativen an Konzepten und ihrer konkreten Umsetzung.

Brandenburg ist vom Abbau der Braunkohle geprägt. Um den Ausstieg aus der Kohle drehen sich die gegenwärtigen Auseinandersetzungen um die Energiewende. Der Anteil erneuerbarer Energien soll nach dem Plan der Landesregierung bis 2030 von derzeit rund 20 Prozent auf mindestens 32 Prozent steigen. Gegenwärtig gehört Brandenburg zu den Bundesländern mit den meisten Windkraftanlagen. Die Gegner dieser Entwickung befürchten eine Verspargelung der Landschaft und treten teils heftig gegen solche massiven Eingriffe in die Natur ein.

In Schleswig-Holstein liegt der Anteil an erneuerbaren Energien bereits bei über 60 Prozent, in Mecklenburg-Vorpommern bei über 50 Prozent. Deutschlandweit liegt der Wert bei rund 22 Prozent.

Der Begriff Energiewende wurde einer größeren Öffentlichkeit in Deutschland erstmals 1980 bekannt, als das Öko-Institut e.V. eine Studie unter dem Titel „Energiewende – Wachstum und Wohlstand ohne Erdöl und Uran“ vorlegte.

 

BLPB, September 2013 (zuletzt bearbeitet im August 2018)
 

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