Wir laden Sie herzlich zu einem besonderen Kinoabend an der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF ein. Am Montag, den 1. Juni um 18:00 Uhr, zeigen wir den eindringlichen Dokumentarfilm „Family Album“ (Originaltitel: Simeinyi albom).
Zum Film
Der Film der Kiewer Regisseurin Maryna Tkachuk zieht eine bewegende Verbindung zwischen der ukrainischen Geschichte und der Gegenwart. Im Zentrum steht die britische Fotografin Samara Pearce. Ihr Urgroßvater, der österreichische Ingenieur Alexander Wienerberger, dokumentierte 1933 heimlich den Holodomor – die von Stalin herbeigeführte Hungersnot in der Ukraine. Seine Aufnahmen zählen heute zu den wichtigsten visuellen Beweisen dieses Verbrechens.
Fast ein Jahrhundert später begibt sich Samara Pearce mit der geerbten Leica-Kamera ihres Urgroßvaters auf eine Reise in die Ukraine. Der Film begleitet sie nach Kyjiw und Charkiw, wo sie die Zerstörungen des aktuellen russischen Angriffskrieges dokumentiert. „Family Album“ ist eine Reflexion über das Erbe, das Trauma von Generationen und den mutigen Versuch, die Wahrheit durch die Linse einer Kamera festzuhalten.
Länge: 80 Minuten
Sprache: Originalfassung (Englisch/Ukrainisch)
FSK-Empfehlung: Ab ca. 14 Jahren (thematisiert Kriegsfolgen und Massengräber, zeigt jedoch keine expliziten Tötungsszenen).
Im Anschluss: Gespräch mit Maryna Tkachuk
Besonders freuen wir uns, die Regisseurin Maryna Tkachuk, die eigens aus Kyjiw anreist, persönlich begrüßen zu dürfen.
Nach der Vorführung wird sie Einblicke in die Entstehung des Films geben und für Fragen sowie eine gemeinsame Diskussion zur Verfügung stehen.
Wann: Montag, 1. Juni, 18:00 Uhr
Wo: Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF (Kino), Potsdam
Kommen Sie vorbei und erleben Sie ein Stück Zeitgeschichte, das die Brücke von 1933 bis in das heutige Kyjiw schlägt.
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