Zum diesjährigen Internationalen Museumstag am 17. Mai lädt die Gedenkstätte Lindenstraße alle Interessierten wieder ganztägig kostenfrei in die Gedenkstätte und zu Führungen ein. Neben Überblicksführungen durch die Gedenkstätte in deutscher und englischer Sprache, findet auch eine Kuratorenführung durch die aktuelle Sonderausstellung statt. Die Audioguides sind an diesem Tag ebenfalls kostenfrei erhältlich. Neben den Sprachen Deutsch, Deutsche Leichte Sprache, Englisch, Spanisch und Französisch, sind ganz neu im Angebot auch die Sprachen Polnisch und Dänisch.
Die Gedenkstätte Lindenstraße ist einer der zentralen Erinnerungs- und Bildungsorte in Brandenburg. Sie erinnert in einem ehemaligen Gefängnis- und Gerichtsgebäude an politische Verfolgung und Haft in der NS-Diktatur, der Sowjetischen Besatzungszone und der DDR, aber auch an die Überwindung der SED-Diktatur durch die Friedliche Revolution1989/90.
11 Uhr & 13 Uhr: Überblicksführung
Um 11 Uhr und um 13 Uhr lernen die Besucher:innen in bei einem Rundgang durch die Gedenkstätte den historischen Ort und seine Geschichte kennen. Sie entdecken bauliche Spuren aus den unterschiedlichen Haftperioden und erfahren, warum Menschen hier zwischen 1933 und 1989 inhaftiert und verurteilt worden sind. Durch die Einbettung der konkreten Ortsgeschichte in den historischen Kontext vermittelt die Führung einen Überblick über die politische und rassistische Verfolgung im Deutschland des 20. Jahrhunderts.
15 Uhr: Überblicksführung in Englisch
Um 15 Uhr wird eine Führung in englischer Sprache durch die Gedenkstätte für die internationalen Gäste angeboten.
16:30 Uhr: Kuratorenführung durch die aktuelle Sonderausstellung
Um 16:30 Uhr findet eine Kuratorenführung durch die aktuelle Sonderausstellung „Das graue Elend von Potsdam. Sowjetischer Haft- und Tribunalort Lindenstraße 1945–1952“ statt. Die Ausstellung nimmt die sowjetische Nutzungsphase des Potsdamer Justiz- und Haftortes Lindenstraße in den Blick. Dieses Areal beschlagnahmte der sowjetische Geheimdienst im Juli 1945. Er nutzte es bis 1952 im Kontext von Entnazifizierung und der Errichtung einer neuen Diktatur stalinistischer Prägung. Der Haftort Lindenstraße diente als überregionales Sammel-, Untersuchungs- und Durchgangsgefängnis für mehr als 2.000 Männer, Frauen und Jugendliche aus über 15 Nationen Europas. Im Gerichtssaal tagten Sowjetische Militärtribunale. Sie verhängten in Prozessen, die keinerlei rechtstaatlichen Grundsätzen entsprachen, unverhältnismäßig hohe Strafen bis hin zur Todesstrafe.
10-18 Uhr: Kostenfreie Audioguides
Darüber hinaus stehen zum Internationalen Museumstag der Audioguide in den Sprachen Deutsch, Deutsche Leichte Sprache, Englisch, Spanisch und Französisch kostenfrei zur Verfügung. Neu im Angebot sind außerdem die Sprachen Polnisch und Dänisch.
Der Eintritt zu den Führungen ist am Internationalen Museumstag frei.
Um Anmeldung wird gebeten unter info@gedenkstaette-lindenstrasse.de
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