Die Veranstaltung zielt darauf ab, eine differenzierte gesellschaftliche Debatte über die aktuelle Diskussion um die Wiedereinführung der Wehrpflicht in Deutschland zu fördern. Angesichts der veränderten sicherheitspolitischen Lage in Europa und der anhaltenden Diskussionen über die Stärkung der Verteidigungsfähigkeit soll die Veranstaltung Raum für kritische Reflexion und verschiedene Perspektiven schaffen.
Die Lesung aus Ole Nymoens Buch "Warum ich niemals für mein Land kämpfen würde" dient als Ausgangspunkt für eine Auseinandersetzung mit Konzepten wie Patriotismus, Bürgerpflicht und individueller Gewissensfreiheit. Dabei werden fundamentale Fragen des Verhältnisses zwischen Staat und Bürgern, der Legitimität staatlicher Gewalt und der Grenzen individueller Loyalität thematisiert. Die Veranstaltung möchte bewusst provokative Positionen vorstellen, um eine ernsthafte Diskussion über die ethischen, politischen und praktischen Dimensionen der Wehrpflicht-Debatte anzuregen.
In der anschließenden moderierten Diskussion sollen die Teilnehmenden ermutigt werden, ihre Standpunkte vorzustellen, ihre eigenen Überzeugungen zu hinterfragen und zu artikulieren. Dabei werden sowohl traditionelle Argumente für die Wehrpflicht als auch alternative Konzepte wie Zivildienst, internationale Friedensarbeit oder gewaltfreier Widerstand diskutiert. Die Veranstaltung verfolgt das Ziel, politische Bildung durch kontroverse Diskussion zu fördern und junge Menschen dazu zu befähigen, fundierte eigene Positionen zu komplexen gesellschaftlichen Fragen zu entwickeln.
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