Politische Meinungsbildung durch alte und neue Medien I

Wieviel Vertrauen braucht die Demokratie? - Die Rolle von Medienvertrauen für eine fundierte Medienkritik

Online-Seminar

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Zeitung. Bild: Pixabay. CCO

Nicht umsonst nennt man die Medien die vierte Gewalt, sie tragen maßgeblich zur politischen Meinungsbildung bei. In den letzten Jahren verloren die alten Medien (z.B. Tageszeitungen) scheinbar in Teilen der Gesellschaft an Vertrauen und werden – insbesondere im politisch rechten Spektrum – gar als „Lügenpresse“ tituliert. Aber auch durch das Aufkommen sog. „neuer“ oder digitaler Medien haben sich die Nutzungsgewohnheiten von Medien in der Gesellschaft auseinanderdividiert. Diese Entwicklung ist nicht neu und prägte bereits die ersten Jahrzehnte des 21. Jahrhunderts, die politischen Folgen aber scheinen aktuell deutlicher sichtbar zu werden. Dies zeigt einmal mehr, dass die Beschaffenheit der Medienlandschaft, die Art und Weise der Nachrichtenproduktion und -rezeption wesentlicher Bestandteil gesellschaftlicher und politischer Praxis und Entwicklung sind.

In zwei Veranstaltungen über „Politische Meinungsbildung durch alte und neue Medien“ möchten wir rekapitulieren, wie sich die Nachrichtenproduktion und -rezeption im 21. Jahrhundert verändert hat und welche Konsequenzen dies für die politische Meinungsbildung hat. Ziel ist es nicht zuletzt, eine kritische Auseinandersetzung mit Medien als wesentlichem Bestandteil einer fundierten linken Gesellschaftskritik von pauschaler Medienschelte oder gar Verschwörungsdenken abzugrenzen.

In der ersten Veranstaltung fragt Christopher Pollak danach, ob man tatsächlich von einem „Vertrauensverlust“ in die alten, sogenannten „Leitmedien“ sprechen kann und ob sich hier mit Blick auf die neuen Medien etwas verändert hat. Muss fehlendes Vertrauen immer negativ sein? Oder ist ein gewisses Misstrauen nicht auch Voraussetzung einer fundierten Medienkritik? Schließlich wird der Frage nachgegangen, wieviel Vertrauen nötig ist, um eine demokratische Streit- und Diskussionskultur zu pflegen.

Mit Christopher Pollak (Wissenschaftlicher Mitarbeiter mit Schwerpunkt Demokratiekompetenz und Vertrauensforschung am Zentrum Journalismus und Demokratie der Universität Leipzig);
Moderation: Dr. Julia Bär (Geschäftsführerin der RLS Brandenburg)

Der Vortrag wird ausschließlich live (ohne Aufzeichnung) über die BigBlueButton realisiert. Zur Teilnahme braucht man lediglich auf den folgenden Link zu klicken:

Link zum Veranstaltungsraum: https://rosalux.applikations-server.de/b/rls-aai-bwb-ewu

Wir bitten darum, den Raum nach Möglichkeit ca. 15 Minuten vor Beginn der Veranstaltung zu betreten.

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