Die kleine Stadt Luckenwalde, südlich von Berlin gelegen und ihre Einwohner:innen können auf eine bewegte Geschichte als Industriestadt zurückblicken: 1945 Abbau von Industrieanlagen als Reparationsleistung an die damalige Sowjetunion; Wiederaufbau als wichtiger Industriestandort in der DDR - 1990 dann die Wende – Zusammenbruch der Produktion in fast allen bestehenden Betrieben; die Bedeutung als Industriestandort geht verloren. – Folge: Um die Jahrtausendwende liegt die Arbeitslosigkeit bei über 23,7 Prozent (2005). Durch sinkende Geburtenzahlen, die Abwanderung junger Menschen sinkt die Bevölkerungszahl enorm. Nur die Älteren bleiben.
Erst langsam zeichnen sich Veränderungen ab, die zeigen Luckenwalde hat eine Chance. In den letzten Jahren wurde einiges unternommen, um der Stadt und ihren Einwohner:innen wieder eine Zukunft zu geben.
2026 steht Luckenwalde im Fokus des renommierten Schinkel-Wettbewerbs für junge Nachwuchstalente, der seit 1852 jährlich von der Architekten- und Ingenieurvereinigung Berlin-Brandenburg (AIV) ausgeschrieben wird. Das innerstädtische „Karree“ steht im Mittelpunkt des Wettbewerbs: Geprägt von Leerstand, Industriebrache und Freiraumpotenzialen, bietet es Anlass für manchen Ärger in der Bevölkerung, aber auch Raum für neue Ideen. Durch den Wettbewerb entsteht ein "Labor für eine neue Stadt", Partizipation der Bürgerinnen und Bürger wird dabei groß geschrieben. Am 13. März – dem Geburtstags Schinkels – werden die preisgekrönten Ergebnisse des Wettbewerbs in einer Ausstellung gezeigt.
Eine Führung durch die Ausstellung soll den Einwohner:innen von Luckenwalde – älteren und jüngeren – die Gelegenheit geben, sich mit den gezeigten Ideen auseinanderzusetzen, um auf diese Weise in den Wandel ‚ihrer‘ Stadt einbezogen zu werden: Luckenwalde kann modellhaft für eine Entwicklung stehen, die neue Perspektiven für die Stadt, v.a. aber auch für ihre Bewohner:innen eröffnet.
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