Arbeitskreis: Objektgeschichten, Erinnerung und Vermittlung. Impulse und Methoden
Wie lassen sich Provenienzforschung und Restitutionsthematiken in die Bildungsarbeit einbinden? Welche Bedeutung haben Restitution und Rückgabe für den Umgang mit Geschichte heute? Der Arbeitskreis bietet eine Einführung in die Provenienzforschung durch Mitarbeiter:innen des Zentralarchivs der Staatlichen Museen zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz. Geschaffen wird ein gemeinsames Grundverständnis zentraler Begriffe, Fragestellungen und Relevanzen für Vermittlung und Bildung. Als Best-Practice-Beispiel wird die internationale Kampagne „#StolenMemory“ der Arolsen Archives vorgestellt, bei der Angehörigen gestohlene Gegenstände von KZ-Häftlingen zurückgegeben werden. An konkreten Beispielen wird gezeigt und dann gemeinsam diskutiert, wie die Themen Raub und Rückgabe im NS-Kontext pädagogisch vermittelt und bearbeitet werden können.
Im Arbeitskreis bringen wir Akteur:innen aus Museen, Sammlungen, Archiven, Bildung, Vermittlung und Forschung zusammen. Gemeinsam erkunden wir Schnittstellen, erproben praxisnahe Methoden und entwickeln Synergien zwischen Provenienzforschung, historisch-politischer sowie kultureller Bildung. Die Formate schaffen Raum für Austausch, Vernetzung und die Überführung von Forschungsergebnissen in zeitgemäße Bildungs- und Vermittlungsangebote.
Der Arbeitskreis findet im Rahmen von "Kunst, Raub und Rückgabe – Vergessene Lebensgeschichten" statt und wird gefördert im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ durch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend.
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