Frieden und Menschenrechte: Wie geht das zusammen? Und: Wer spricht für Ostdeutschland? Zwei wichtige politische Fragen unserer Gegenwart für die es lohnt, auch auf die bündnis-grüne Geschichte zu blicken. Eine gemeinsame Geschichte, die nicht erst mit dem Zusammenschluss von Bündnis 90 und den Grünen 1993 in Leipzig begann.
Im Laufe des Annäherungsprozesses zwischen der ostdeutschen Demokratiebewegung des Bündnis 90 und der westdeutschen Ökopartei Die Grünen wurden Debatten geführt, die in ihrer Bedeutung weit über den inneren Kreis der späteren „Schrägstrichpartei“ hinauswiesen: Wie mit den ökonomischen und sozialen Unterschieden in Ost und West umgehen? Was heißt bürgerlich sein, was alternativ? Was bedeutet Menschenrechtsschutz in autoritären Kontexten? Und wie besteht man überhaupt als junge politische Bewegung in der Medienöffentlichkeit der Bundesrepublik?
Der Zeithistoriker Florian Schikowski hat die parteigeschichtlichen Stationen und die sie begleitenden politischen Debatten der 1990er-Jahre erstmals rekonstruiert und wissenschaftlich aufgearbeitet. Über sein Buch und die Frage, was das mit heute zu tun hat, diskutieren u.a.:
- Marianne Birthler, Mitbegründerin des Bündnis 90 und erste Bundessprecherin der vereinigten Partei „Bündnis 90/Die Grünen“.
- Heiko Knopf, stv. Vorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen und Co-Initiator des Vorstandsbeirats „Bündnisgrüner Osten“.
- Florian Schikowski, Zeithistoriker, Autor des Buchs „Wie das Bündnis 90 zu den Grünen kam. Die ostdeutsche Demokratiebewegung und der Wandel der Ökopartei nach 1990“ (Ch. Links, 2025).
- Moderation: Roman Schmidt, Leiter Programmlinie Demokratie und Gesellschaft, Heinrich-Böll-Stiftung
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