„Ohne Mut geht hier nichts!“

Lesbisch, schwul und trans* in Brandenburg – gestern und heute

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Die Ausstellung „‚Ohne Mut geht hier nichts!‘ Lesbisch, schwul und trans* in Brandenburg – gestern und heute“ zeigt die Vielfalt von Brandenburger Lebensläufen, von Selbstbehauptung und Verfolgung vom Kaiserreich bis heute. Wie organisierten sich Schwule, Lesben und trans* Personen zu Zeiten der Weimarer Republik – und wie in der DDR? Welche Erfahrungen der Repression und Verfolgung mussten sie während der Zeit des Nationalsozialismus machen, welche Spuren des Widerstands finden sich?

Die Biographien berühmter Brandenburger/innen wie der Bildhauerin Renée Sintenis werden ebenso erzählt wie die des Geigers Harry V., von dem außer seiner Verfolgungsgeschichte im Nationalsozialismus wenig bekannt ist.

Um Unterstützung, Anerkennung und Chancengleichheit kämpft die queere Community bis heute in Vereinen, mit Beratungsangeboten und mit Veranstaltungen wie dem Christopher Street Day in Cottbus und Falkensee. Aktive berichten in der Ausstellung über ihr Engagement, was sie antreibt und darüber, was es noch zu tun gibt.

Öffentliche Führungen finden am Freitag, den 27. März um 10 Uhr und am Dienstag, den 28. April um 17 Uhr statt.

 

Eine Ausstellung des Institutes für Soziale Arbeit der BTU Cottbus-Senftenberg, des Vereins Lola für Demokratie in Mecklenburg-Vorpommern und der Amadeu Antonio Stiftung

 

Impressionen von der Ausstellungseröffnung

 

Linktipps

  • Zur Ausstellungseröffnung

  • LGBT-freie Zonen in Polen

    In Deutschland haben sich Lesben und Schwule ein großes Stück Gleichstellung erkämpft. In Polen findet eine entgegengesetzte Entwicklung statt. Dort nimmt die regierende PiS-Partei Homosexuelle als neues Feindbild ins Visier. Immer mehr Gebietskörperschaften erklären sich zu "LGBT-freien" Zonen.

  • Ein Zeichen für die Prignitz setzen

    Jeremie Tille ist 19 und will den ersten CSD in der Prignitz auf die Beine stellen - auch um queere Jugendliche in der Region zu unterstützen. (Tagesspiegel, 12.03.20)

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Nicht verfolgt, aber auch nicht immer akzeptiert

Von den Lebensgeschichten von queeren Menschen in Brandenburg heute und in der Vergangenheit erzählt eine neue Ausstellung in Potsdam.

[...] Mit der Ausstellung gehe es ihnen darum, zu informieren und sichtbar zu machen, sagte Martina Weyrauch, Leiterin der Brandenburgischen Landeszentrale. Schließlich würden diese Menschen immer noch Anfeindungen erleben. „Wir merken, dass die Aggressivität oft Resultat eines Nicht-Wissens ist“, sagte sie. Erst mit Offenheit könne man diese überwinden, sagte Weyrauch und fügte hinzu: „Ich freue mich riesig, dieses bunte Thema hier im Haus haben.“

Auf Tafeln sind in zwei Räumen die Geschichten und Schicksale von trans Menschen sowie Homosexuellen aus verschiedenen Epochen bis heute zu lesen. Außerdem wird über den zeitgeschichtlichen Hintergrund und die Bedingungen zu Zeiten des Deutschen Kaiserreiches, der Weimarer Republik, dem Nationalsozialismus und der DDR aufgeklärt. Die Ausstellung, die künftig als Wanderausstellung durch verschiedene Institutionen ziehen soll, wurde gemeinsam mit dem Institut für Soziale Arbeit der BTU Cottbus-Senftenberg, des Vereins Lola für Demokratie in Mecklenburg-Vorpommern und der Amadeu Antonio Stiftung erarbeitet.[...]

Auszug aus dem Beitrag von Birte Förster in den PNN vom 7.03.2020

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