Liebe kennt keine Grenzen

Rose lebt in der DDR, Robert im Westen und ihre Liebe endet für Rose im Gefängnis. Lilya Matveeva, russische Oppositionelle und Zeichnerin, hat mit Jochen Voit, dem Leiter der Gedenkstätte Andreasstraße in Erfurt eine Graphic Novel geschrieben. Wir sprachen mit ihnen über den Alltag in Diktaturen und dem menschlichen Drang nach Freiheit.

Lilya Matveeva und der Leiter der Erfurter Gedenk und Bildungsstätte Andreasstraße Jochen Voit stellen uns ihren Comic vor. Moderation: Mirjam Deponte
© BLPB

Am 24.09.2025 sprachen wir mit der in der Sowjetunion geborenen Zeichnerin Lilya Matveeva und Jochen Voit, Leiter der Gedenkstätte Andreasstraße in Erfurt. Sie stellten ihr gemeinsames Buch, die Graphic Novel „Rose+Robert. Liebe in Zeiten der Kriege“ vor, das eine Liebesgeschichte in der DDR mit historischen Ereignissen und eigenen Erfahrungen aus dem Leben in Diktaturen verbindet. Im Anschluss diskutierten wir über Kunst und politische Haft in der heutigen Zeit. 

„Liebe ist stärker als die Diktatur. Das wäre jetzt meine Botschaft. Liebe für alles, für Demokratie, für Arbeit, für Zeichnen, Liebe Für Liebe, Liebe zwischen Leuten.“
Lilya Maateeva

„Aber wir haben halt gesagt, wir wollen, dass das in einem größeren Zusammenhang erzählt wird und dass auch junge Leute verstehen, wie kompliziert so eine Liebe in dieser Zeit gewesen sein kann.“
Jochen Voit

In der Veranstaltungsaufzeichnung liest Lilya Matveeva aus "Rose + Robert", berichtet von ihren Erfahrungen mit Verfolgung in ihrer Heimat und gibt Einblicke in die Entstehung der von ihr gemalten Bilder. Jochen Voit beschreibt den Entstehungsprozess der Graphic Novel und welche Erfahrungen und Personen die Erzählung mitgeprägt haben.  

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Livestream: Rose + Robert. Liebe in Zeiten der Kriege

Zu Gast: Lilya Matveeva (Zeichnerin) und Jochen Voit (Autor) 

Standpunkte des Autorenteams

  • Wer in einem Unrechtssystem Freiheit will oder „anders“ liebt, riskiert Strafe, Gefängnis und Ausgrenzung.
     
  • Die Geschichte aus der DDR erinnert an heutige Situationen in Russland, Belarus und im Krieg gegen die Ukraine; Unterdrückung und Gewalt gegen Menschen wiederholen sich.
     
  • Zeichnen, Schreiben und Erzählen helfen gegen das Gefühl von Ohnmacht und Sprachlosigkeit.
     
  • Erfahrungen von Flucht, Heimweh, neuer Sprache und politischer Verfolgung verbinden verschiedene Generationen und Länder.
     
  • Die wahre Geschichte hinter Rose und Robert soll zeigen: Unrecht darf nicht vergessen werden.
Lilya Matveeva und der Leiter der Erfurter Gedenk und Bildungsstätte Andreasstraße Jochen Voit stellen uns ihren Comic vor. Moderation: Mirjam Deponte
© BLPB

Fragen aus dem Publikum

Sind die Zeichnungen analog gezeichnet oder wurde auch digital gearbeitet?
Es wurden verschiedene Techniken benutzt. Für die Bilder in der Gegenwart wurden Bleistifte benutzt und für Erinnerungen wurde digital auf einem IPad  gearbeitet. 

Wie lange hat es gedauert, die Graphic Novel fertigzustellen und wo kann man diese erwerben?
Alles in allem hat es ungefähr zwei Jahre gedauert. Die Graphic Novel ist im Verlag Schiler & Mücke erschienen und im Buchhandel bestellbar.

BLPB, November 2025

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