Buchcover

Ein Land stellt sich vor

Brandenburgische Landeszentrale für politische Bildung, 2016, 135 Seiten

In den letzten Jahren sind tausende neue Mitbürger aus anderen Ländern nach Brandenburg gekommen. Manche studieren und arbeiten hier, andere mussten vor Krieg und Verfolgung aus ihrer Heimat fliehen. Die Sprache ist für fast alle Neuankommenden das Schwierigste.

Die Brandenburgische Landeszentrale für politische Bildung hat deshalb ein kleines Buch geschrieben, mit dem das Ankommen erleichtert werden soll. Es erklärt in leicht verständlicher Sprache das politische System in Deutschland und stellt Brandenburg und seine Menschen vor. Das Buch ist in drei Teile gegliedert. Jeder Teil kann für sich oder in Abschnitten gelesen werden. Neben zahlreichen Videotipps helfen Infografiken dabei, sich schnell über grundlegende Fakten des Landes zu informieren: die Fläche des Landes, die Einwohnerzahl, den Anteil von Männern und Frauen usw. Der von Cleo-Petra Kurze gezeichnete Brandenburger Adler begleitet die Texte mit einem Augenzwinkern.

Das Buch richtet sich an alle neuen und alten Brandenburger, die miteinander ins Gespräch kommen wollen. Es soll eine Brücke für das Verstehen zwischen denen sein, die schon hier leben und denen, die hier bleiben wollen.
 

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Mein erster Gedanke zu diesem Buch war: Warum hatten wir so etwas nicht in der Schule?! Auch wenn es eigentlich in erster Linie für Neubrandenburger und nicht für Schüler gedacht ist, hätte ich mir genau diese Art von Lektüre in der Schule gewünscht. Das Buch ist total niedlich aufgemacht mit seinen kleinen Illustrationen auf jeder Seite und informiert kompakt aber auch nicht zu knapp über das Land, in dem wir leben. Es werden die verschiedensten Themen angeschnitten: Geschichte, Natur, Kultur, Bildung und natürlich Politik – schließlich ist es ein Buch der Brandenburgischen Landeszentrale für politische Bildung. Neben Erläuterungen zum politischen System Deutschlands, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit finden auch das Baumblütenfest in Werder, Spreewälder Gurken und der Storch, der die Kinder bringt, Erwähnung. Hier und da fühle ich mich sogar schmunzelnd ertappt: So wird beispielsweise auf Eigenarten der Deutschen hingewiesen, die Menschen aus anderen Kulturkreisen vielleicht als abweisend auffassen könnten – wie die Angewohnheit, sich im Wartezimmer oder im Zug nicht direkt neben dort schon sitzende Personen zu setzen und auch nicht „einfach so“ ein Gespräch zu beginnen, wie es andernorts mitunter üblich ist. Beim Lesen stellt sich mir außerdem die Frage, wie es eigentlich zum Weihnachtspostamt von Himmelpfort kam, und warum ich nach acht Jahren Gymnasium und drei Semestern Politikstudium erst dieses Büchlein lesen muss um zu erfahren, was es eigentlich für eine Volksinitiative braucht. Ein Buch, das nicht nur Neuankömmlingen näherbringt, wo sie hier eigentlich gelandet sind, sondern auch hier Aufgewachsene zum Nachdenken und zum erneuten Entdecken ihrer Region ermuntert.

[...]Auf 135 Seiten erfährt der Leser zum Beispiel, ab welchem Alter hier gewählt werden darf, wie man sich in öffentlichen Verkehrsmitteln verhalten sollte und was die Brandenburger besonders gerne essen. So erfahren jene, die mit hiesigen Gepflogenheiten nicht so vertraut sind, dass es in märkischen Wartezimmern völlig normal sei, nicht miteinander zu reden, im Bus oder Restaurant gerne alleine zu sitzen und möglichst einen Platz neben sich frei zu lassen. Oder, dass beim Essen Bier oder Wein getrunken werde. Auch das Baumblütenfest und die Spargelvorlieben der Märker finden in dem Buch ihren Widerhall. Ehrenamtliche, die mit Flüchtlingen und Migranten arbeiten, wünschten sich schon länger ein Hilfsmittel, um die Zusammenhänge und das Zusammenleben in Brandenburg einfacher erklären zu können. Das rief die Landeszentrale auf den Plan, die das Buch entwarf. [...] Auszug aus dem Beitrag in der MAZ vom 25.01.2017 http://bit.ly/2ju0tIm

Endlich eine Übersicht in verständlicher Sprache und mit Augenzwinkern. Sehr empfehlenswert - nicht nur in der Flüchtlingsarbeit, denn da besteht ja auch bei anderen Zielgruppen noch Nachholebedarf ;) Vielen Dank!

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