Bevor ihre Schrift entziffert war, hatte man von den Mayas geglaubt, es seien ganz friedliche Menschen gewesen. Da war es nur völlig unerklärlich, weshalb sie in aller Plötzlichkeit ihre Städte verlassen hatten.
Schon als ich als DDR-Korrespondent der Frankfurter Rundschau (1977-1990) zu arbeiten begann, konnte ich mir Spötteleien zu einem DDR-Offiziellen wegen der vielen Plakate, Transparente und Spruchbänder nicht verkneifen:
Baumaschinen von TAKRAF, LKWs von IFA, die Staatsbahnen der UdSSR, das Armeemuseum in Potsdam - das war alles, was die DDR den Reisenden mitzuteilen hatte, die sie im Transit durchquerten.
"Lieber geile Punkerfeten als US Atomraketen" - so begrüßte mich allmorgendlich die Losung am U-Bahneingang Blissestraße, Berlin-Wilmersdorf vor zwanzig Jahren. Ein durchaus gelungener Einstieg in mein Tagwerk, wie ich fand, obwohl ich weder Punk noch besonders feierfreudig war.
Sie konnten nicht groß und nicht rot genug sein, die Versalien, die wir uns über die Köpfe hängen ließen - doch wehe, du hast die Kamera gezückt! Da waren sie schnell und dienstgeil zur Stelle, die betont unauffälligen Berufsfußgänger.
Wohl kaum. Kein Millionär wird nach vergnüglicher Betrachtung des satirischen Aufeinandertreffens von Arm und Reich den nächsten Obdachlosen in die Vorstandsetage seines Unternehmens holen. Aber keine gute Karikatur ohne nachhaltige Wirkung.
Deutsche Gemütlichkeit und rheinischer Frohsinn gehen eine beklemmende Allianz ein: Die Narretei wird in fröhlicher Dreisamkeit zwischen Klaus Kinkel, Helmut Kohl und Claudia Nolte auf die Spitze getrieben.