Kalk - eine Rüdersdorfer Geschichte

Eine Veranstaltungsreihe über die Geschichte des Kalkabbaus und dessen Verarbeitung - von der industriellen Revolution bis zur Umweltbewegung in den 1980er Jahren

Diskussionsreihe

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Museumspark Rüdersdorf

Der Rüdersdorfer Kalk brachte viel hervor - eine florierende Industrie, wirtschaftlichen Aufschwung und technische Erneuerungen. Er war über die Jahrhunderte hinweg für die Bauindustrie in Berlin und Brandenburg ein wichtiger Baustoff: Der gewonnene Branntkalk wurde etwa als Mörtel für den Wohnungsbau oder der Kalkstein für bekannte Bauwerke verwendet, unter ihnen das Brandenburger Tor oder das Schloss Sanssouci.

Rüdersdorf profierte zwar von der industriellen Verarbeitung, war jedoch auch Zeuge von Umweltverschmutzung und Zwangsarbeit. Widrige Arbeits- und Lebensbedingungen, die auch von Leid und Unrecht geprägt waren und die Gesundheit bedrohten, charakterisierten die Rüdersdorfer Kalk-, Beton- und Zementindustrie. In einer vierteiligen Diskussionsveranstaltung wollen wir uns mit wichtigen historischen Etappen, mit Erfolgen, aber auch den Schattenseiten des Kalkabbaus in Rüdersdorf befassen.

Die Veranstaltungen sollen Bürger:innen Rüdersdorf und historisch Interessierte in Berlin und Brandenburg über den Aufstieg der Kalk-, Zement- und Betonindustrie in Rüdersdorf informieren, wenig diskutierte historische Ereignisse behandelt und Fragestellungen aufgeworfen werden, die die Leben der Rüdersdorfer konkret und tiefgreifend beeinflusste.

Wir betrachten den steilen Aufstieg der Kalkindustrie im 19. Jahrhundert, die Zwangs- und Haftarbeit während des Nationalsozialismus und des Staatssozialismus sowie die Umweltbelastung durch die Zementherstellung.

Mit Expert:innen aus der Wissenschaft, lokalen Historiker:innen und Zeitzeug:innen sprechen wir über die historische Entwicklung und die politischen Zusammenhänge, in denen die Rüdersdorfer Kalk-, Beton- und Zementindustrie agierte. Dabei soll der Blick auf heute nicht zu kurz kommen: Wie erinnern wir an die Ereignisse in der Vergangenheit und inwieweit sind historische Gegebenheiten noch heute aktuell? Welche Erinnerung ist wünschenswert?

Moderation: Dr. Kathrin Jurkat (Historikerin des Museumsparks)

Kooperationspartner:innen:

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