
Ländliche Räume prägen das Bild Deutschlands. In ihnen leben nicht nur rund 50 Prozent der deutschen Bevölkerung, sondern auch viele mittelständische Unternehmen, die in ihrer jeweiligen Sparte Weltmarktführende sind, haben sich dort angesiedelt. Gleichzeitig stellt der ländliche Raum einen wichtigen Natur- und Erholungsraum dar und sichert durch einen produktiven, nachhaltigen Agrarsektor nicht nur einen Großteil unserer regionalen Lebensmittelversorgung, sondern trägt auch zur wirtschaftlichen Stärke unseres Landes bei.
In den letzten Jahren wird die traditionell enge Bindung zwischen Landwirtschaft und ländlichen Räumen zunehmend infrage gestellt und darauf verwiesen, dass die Hebelwirkung der Agrarpolitik zur Entwicklung ländlicher Räume begrenzt sei. Der Deutsche Städte- und Gemeindebund hebt beispielsweise hervor, dass gerade einmal jeder zwanzigste Beruf im ländlichen Raum in Verbindung mit der Landwirtschaft steht und sie folglich nur einer von vielen Wirtschaftsfaktoren sei.
Muss hier ein ganzheitlicher Ansatz in Betracht gezogen werden, der die Vielseitigkeit der Landwirtschaft stärker berücksichtigt? Welche Argumente lassen sich dafür anführen und inwieweit spiegelt sich dieses Verhältnis in den aktuellen Förderinstrumenten wider? Welche Empfehlungen lassen sich für eine zukünftige Politik ableiten, die auf Grundlage dieser Vielseitigkeit eine zukunftsfähige Förderung des ländlichen Raumes erreichen möchte?
Diese und viele weitere Fragen, wollen wir mit unserem Referenten André Algermißen diskutieren.
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