Chauvinismus

Der Begriff Chauvinismus bezeichnet die Herabwürdigung anderer Gruppen durch Mitglieder einer Gruppe. Ursprünglich wurde die Bezeichnung für einen übersteigerten Nationalismus verwendet. Der Ursprung des Begriffs wird auf Nicolas Chauvin zurück geführt, einen Soldaten, der in der Armee Napoléon Bonapartes gedient haben und durch besondere Einsatzbereitschaft aufgefallen sein soll.

Umgangssprachlich wird Chauvinismus heute auch benutzt, wenn Männer Frauen herablassend behandeln (Machismus). Chauvinismus ist neben Ausländerfeindlichkeit, Sozialdarwinismus, Befürwortung einer rechtsautoritären Diktatur, Verharmlosung des Nationalsozialismus und Antisemitismus auch eine Dimension des Weltbildes von Rechtsextremisten.

Laut einer Umfrage in Brandenburg von 2008, die die Verbreitung des rechtsextremen Weltbildes untersucht, befürworteten 33 % der Brandenburger das chauvinistische Statement: „Andere Völker mögen Wichtiges vollbracht haben, an deutsche Leistungen reicht das aber nicht heran.“ In Gesamtdeutschland stimmen 14,9 % der Bevölkerung mit chauvinistischen Aussagen überein.

kb, Mai 2013


Quellen:

  • www.spaces-brandenburg.de/downloads/Niedermayer-HBS-B_neu.ppt
  • library.fes.de/pdf-files/do/05864.pdf

 

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