Ku Klux Klan

In Deutschland gibt es den Ku Klux Klan (KKK) unter dem Namen des „Ordens der Ritter vom feurigen Kreuz“ seit Anfang der 1920er Jahre. Der "Orden" steht in engem Zusammenhang zur rechtsextremen Szene. 1991 verbrannten Neonazis in Königs Wusterhausen (Brandenburg) unter der Anleitung US-amerikanischer Ku KLux Klan-Mitglieder Holzkreuze und hielten Wehrübungen ab. 2012 soll es mindestens vier deutsche Klan-Gruppen gegeben haben. Andere Zahlen sind bislang nicht bekannt. Mit einer dieser Gruppen standen auch die Mitglieder des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ (NSU) in Kontakt. Durch die Ermittlungen zur NSU-Terroraffäre ist auch die Mitgliedschaft mehrerer Polizisten beim Ku Klux Klan bekannt geworden.

Der Ku Klux Klan ist ein rassistischer und antisemitischer Geheimbund, der 1866 in den USA von Südstaaten-Veteranen gegründet wurde. Er ist noch heute die rechtsextreme Gruppe mit der größten Zahl an nationalen und regionalen Organisationen in den USA. Die Anhänger vertreten die Ideologie der Überlegenheit der weißen Rasse. Seit 2006 ist der Klan in den USA wieder verstärkt aktiv, zählt circa 5.000 Mitglieder und kämpft gegen die Ehe von Homosexuellen und Immigration. Sein „Markenzeichen“ sind weiße Kapuzen, die das Gesicht bedecken sowie ein brennendes Holzkreuz.

In Brandenburg tauchten zuletzt im Mai 2018 Symbole des Ku Klux Klan in der Öfentlichkeit auf. Nach einem Spiel demonstrierten mutmaßliche Fans des Fußballclubs Energie Cottbus in Ku Kux Klan Kapuzen und zeigten Kennzeichen des rassistischen Bundes.

kb, Dezember 2012 (zuletzt aktualisiert im Juni 2018)

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