C.H.Beck Verlag, 2025, 528 Seiten
Die Geschichte Afrikas wird oft auf die Epoche des Kolonialismus reduziert und gilt als „vergessen“. Amat Levin rückt die Geschichte Schwarzer Menschen und Völker auf drei Kontinenten in den Fokus und versucht damit die europäische Perspektive auf die afrikanische Geschichte zu korrigieren. Er folgt den Spuren der nubischen Pharaonen und der Königreiche von Aksum oder Mali und widmet sich den untergegangenen Hochkulturen, welche kaum noch bekannt sind. Sein Buch ist ein kaleidoskopartiges Leselexikon aus 78 Einzelkapiteln, das viertausend Jahre Zeitgeschichte umfasst und Themen von der Sklaverei und dem Freiheitskampf in der Karibik bis hin zu politischen Entwicklungen der Gegenwart behandelt. Bei „Black History“ handelt es sich um ein souveränes Werk, welches sich mit den vielseitigen Details und einprägsamen Geschichten die eurozentrische Geschichtsbeschreibung um eine entscheidende afrikanische Sichtweise ergänzt und aktualisiert.
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