Blood & Honour

„Blood & Honour“ (B&H) ist ein international agierendes militantes rechtsextremes Netzwerk. Gegründet wurde es 1987 vom Sänger der Band Skrewdriver in Großbritannien. Ziel war eine weltweite Koordination von rechtsextremer Musik und Propaganda. Der Name ist eine Übersetzung des Mottos „Blut und Ehre“ der Hitler-Jugend, der nationalsozialistischen Nachwuchsorganisation. Die deutsche Parole zählt zu den verfassungsfeindlichen Symbolen in Deutschland und steht daher unter Strafe.

In Deutschland ist „Blood & Honour“ seit dem Jahr 2000 verboten. Die deutsche Division war mit über 200 Rechtsextremen eine der größten Europas. Weltweit soll das Netzwerk 10.000 Mitglieder haben. Auch die Mitglieder der Terrorgruppe Nationalsozialistischer Untergrund (NSU) sollen ihm angehört haben. Da in Deutschland seit dem Verbot schon über 20 Ermittlungsverfahren wegen Fortführung der Organisation eingeleitet wurden, scheinen die ehemaligen B&H-Mitglieder weiter aktiv zu sein.

„Blood & Honour“ selbst verfügt über eine eigene bewaffnete Gruppe, „Combat 18“, die wie der NSU nach dem Prinzip des führerlosen Widerstandes organisiert sind.

Nach diversen Razzien wurde das offizielle „Blood & Honour“-Postfach im Frühjahr 2000 von Berlin nach Werder bei Potsdam verlegt und dort von Dirk H. aus Lehnin betreut. Im Raum Potsdam sind militante Gruppen weiterhin aktiv. Lehnin war 2013 die Aufmarschstätte für eine nicht genehmigte Neonazi-Demo.



kb, Oktober 2013

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