Verschwörungserzählungen – Methoden und Tipps für die politische Bildungspraxis

Online-Netzwerktreffen für Träger der politischen Bildung

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Auf weißen Untergrund sechs bunte Zettel. Auf dem Zettel in der Mitte steht "Verschwörungserzählungen". Auf den anderen Zetteln stehen die Fragen: Was ist das?  Wer verbreitet sie und mit welchem Ziel? Woran erkennt man sie?  Was können wir dagegen tun? Welche Auswirkungen haben sie?
© BLPB

Tagungsbericht

Es gibt wohl kaum jemanden in der politischen Bildung, der in seiner Arbeit noch nicht mit ihnen zu tun hatte: Verschwörungserzählungen. Mit Beginn der Corona-Pandemie erhielten sie starken Auftrieb. Nicht immer steckt gleich eine ganze Ideologie dahinter, doch verschiedene Versatzstücke haben sich in den Köpfen vieler Menschen festgesetzt. Die Folgen sind im privaten wie im gesellschaftlichen Leben zu spüren: Familienmitglieder reden nicht mehr miteinander, das Misstrauen in politische Entscheidungsprozesse ist so groß, dass teilweise das gesamte demokratische System in Frage gestellt wird.

Die Veranstaltung ist ein Angebot für den Austausch von freien Trägern der politischen Bildung im Land Brandenburg. In verschiedenen Workshops werden Tipps und Methoden für den Umgang mit Verschwörungserzählungen im beruflichen Kontext gegeben und eingeübt, zum Beispiel für Veranstaltungen oder in den sozialen Medien. Die Referentinnen und Referenten vermitteln darüber hinaus Wissen, mit welchen Methoden das Thema Verschwörungserzählungen in eigenen Workshops oder anderen Veranstaltungen aufbereitet werden kann, um die Teilnehmenden dafür zu sensibilisieren und argumentativ zu stärken.

Programm

10:00 bis 11 Uhr
Einführungsvortrag und Diskussion
(Katharina Nocun)

11:10 – 12:30
Arbeit in parallelen Workshops

Workshop 1

Methoden und Tipps für die Arbeit mit Gruppen zum Thema Verschwörungserzählungen

Der Workshop richtet sich an Teilnehmende, die selbst Seminare oder Veranstaltungen mit Jugendlichen zum Thema Verschwörungserzählungen anbieten oder planen. Es werden Wege aufgezeigt, wie sie junge Menschen und Erwachsene für das Thema Verschwörungserzählungen sensibilisieren und Wissen dazu vermitteln können.

Dazu werden verschiedene Methoden vorgestellt, die sich sowohl für einen Einstieg ins Thema, als  auch für eine Vertiefung eignen. Die Workshopleitung gibt darüber hinaus Hinweise, was bei der pädagogischen Arbeit zum Thema Verschwörungserzählungen zu berücksichtigen ist, welche Fallstricke es gibt und wie man damit umgehen kann.

Die Teilnehmenden erhalten die Gelegenheit, sich über eigene Erfahrungen bei der Durchführung von Workshops und anderen Veranstaltungen zum Thema auszutauschen und voneinander zu lernen. Es besteht die Möglichkeit, Beispiele aus der eigenen Arbeit in den Austausch mit den anderen Teilnehmenden einzubringen. Zur Vorbereitung und Planung des Workshops wird darum gebeten, bei Bedarf entsprechende Beispiele zusammen mit der Anmeldung einzureichen.

Leitung:

  • Michael Trube, Trainer und Referent im Netzwerk Gegenargument mit den Schwerpunkten politische Bildungsarbeit gegen Rechtsextremismus und Verschwörungserzählungen.
     
  • Bienz Hammer, freiberufliche Bildungsarbeit und Beratung zu den Schwerpunkten Antidiskriminierung und Rechtsextremismusprävention sowie Argumentationstrainings gegen rechte, rassistische und antifeministische Positionen.

Workshop 2

Wer glaubt an Verschwörungserzählungen und wie reagiere ich darauf? Einführung in Denkmuster und Übungen fürs Faktenchecken.

Verschwörungserzählungen und Fake News finden derzeit ihren Weg bis in die Mitte der Gesellschaft. Der Glaube daran und die Art und Weise, wie sich damit auseinandergesetzt wird, können eine ernstzunehmende Gefahr für unsere demokratische Grundordnung werden. Sie bringen Ideologien mit sich, welche Politik und Gesellschaft, aber auch uns als Einzelne und Familien vor besondere Herausforderungen stellen.

Im Workshop lernen die Teilnehmenden, wie Verschwörungserzählungen funktionieren, welche Auswirkungen sie haben und was Menschen dazu bringt, sie zu glauben. Ausgehend von konkreten Beispielen erhalten die Teilnehmenden Tipps, wie sie selbst Handlungsfähigkeit im Umgang mit Verschwörungserzählungen und Fake News im Netz und realen Leben erlangen können.

Es besteht die Möglichkeit, Beispiele aus der eigenen Arbeit in den Austausch mit den anderen Teilnehmenden einzubringen. Zur Vorbereitung und Planung des Workshops wird darum gebeten, bei Bedarf entsprechende Beispiele zusammen mit der Anmeldung einzureichen.

Leitung:

  • Giulia Silberberger, Gründerin und Geschäftsführerin der gemeinnützigen Organisation Der goldene Aluhut gUG und 
     
  • Faktenchecker Rüdiger Reinhardt führen durch die Psychologie der Welt der Verschwörungsmythen und zeigen die Grundlagen des Faktenprüfens auf.

12:30 – 13:30
Mittagspause
(auf Wunsch kommunikatives Buffet in der Form, dass sich einzelne Teilnehmende zum Mittag in digitalen Räumen verabreden können)

13:30 – 15:00
Fortsetzung der Workshops
(ein Gruppenwechsel ist nicht vorgesehen)

15:00 - 15:30
Abschlussplenum

 

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