"... Im "Eulenspiegel" veröffentlichte Andreas Prüstel das, was er nun schon seit 25 Jahren macht. Klebebilder zu meist politischen und gesellschaftspolitischen Themen.
... Im Jahr 1990 hatte ich aufgrund meiner Haltung zur DDR eine ziemlich rigorose Einstellung nach dem Motto: Alle Stasileute raus. Und möglichst alle Sekretäre der Partei raus.
... Gemeinsam mit Matthias Platzeck und Marianne Birthler haben wir relativ früh für uns entschieden, dass es spannend sein muss, ein neues Bundesland aufzubauen. Wir kandidierten für den Brandenburger Landtag für Bündnis 90 als Listenvereinigung und machten zusammen Wahlkampf.
... Politisch aktiv geworden bin ich, weil ich aus dieser dumpfen staatlichen Hülle DDR raus wollte. Es saßen Leute im Politbüro, die nicht reden konnten, die kein Auftreten hatten, die nicht argumentieren konnten.
... Als Abgeordneter im Brandenburger Landtag gab es verschiedene Themen, die mir wichtig waren. Als Lausitzer, als der ich mich primär fühle, lag mir der Bergbau am Herzen. Zunächst war ich froh, dass der Raubbau an der Landschaft beendet wurde.
Obwohl ich gebürtiger Brandenburger bin, habe ich die DDR nicht oft besucht. Meine Familie lebte in Baden-Württemberg, auch alle Verwandten lebten im Westen. Ich habe wie viele andere nicht daran geglaubt, dass es jemals zu einer Wiedervereinigung kommt.