Wir leben in einer Demokratie. Wie die Deutschen das finden, zeigen unter anderem Meinungsumfragen: Die übergroße Mehrheit findet die Idee der Demokratie gut, ihr tatsächliches Funktionieren allerdings nicht. Was heute selbstverständlich erscheint, zum Beispiel offen seine Meinung sagen zu können, war Anfang der 1990er Jahre für viele Brandenburger noch völlig neu. Das Leben in einer demokratischen Ordnung - was macht dieses System aus?
Die Deutschen beklagen fehlenden gesellschaftlichen Zusammenhalt – und doch meinen sie völlig Unterschiedliches. Der Sozialforscher Gert Pickel erklärt, warum Demokratie auf Aushandlung statt Harmonie beruht und weshalb Krisen extremistische Sehnsüchte befördern.
In den sozialen Medien verbreiten sich immer wieder Gerüchte über angeblichen Wahlbetrug. Solche Behauptungen können das Vertrauen in die Demokratie erschüttern. Parlamentsforscher Daniel Hellmann ordnet die häufigsten Wahlfälschungsmythen ein und erklärt, wie Wahlen vor Manipulation geschützt werden können.
Desinformationen scheinen allgegenwärtig. Die Folgen für unsere Demokratie und unsere Meinungsbildung sind enorm. Wir haben mit Romy Jaster, Philosophin und Argumentationstrainerin, darüber gesprochen, warum Desinformationen so gefährlich für unsere Gesellschaft und unsere Demokratie sind.
Weltweit gewinnen populistische Parteien an Einfluss, in Europa, Asien sowie Nord- und Südamerika. Doch was genau ist „Populismus“? In der Landeszentrale sprachen wir mit Prof. Paula Diehl über diesen Begriff.
Das sogenannte Dritte Reich, die DDR, die Sowjetunion, Kuba, Argentinien, Chile, Nordkorea, Syrien, Irak, auch die EU - sie alle wurden schon als Diktaturen bezeichnet. Dabei verschwimmen häufig die Kriterien. Wann ist ein System diktatorisch?
Die Meinungen zur wehrhaften Demokratie gehen weit auseinander. Dabei ist sie ein Grundprinzip unserer Gesellschaft. Es entstand aus den Erfahrungen mit dem Aufstieg des Nationalsozialismus. Der Staat und seine Bürgerinnen und Bürger sollen sich gegen die Feinde der Demokratie wehren können.
Wieso reagieren Politik und Gesellschaft so zögerlich auf die Erderhitzung? Und bedeutet der Klimawandel vielleicht das Ende der Demokratie? Ein Interview mit dem Soziologen Ortwin Renn.