Demokratie bedeutet „Herrschaft des Volkes“. In einer Demokratie entscheiden die Bürgerinnen und Bürger, wie Politik gestaltet wird.
Demokratie ist eine Form des Regierens – also die Art und Weise, wie politische Macht organisiert und ausgeübt wird.
Die grundlegenden Formen sind:
- Direkte Demokratie – die Menschen stimmen selbst über Gesetze und wichtige Fragen ab.
- Repräsentative Demokratie – die Menschen wählen Personen oder Parteien, die stellvertretend für sie entscheiden.
In den Demokratien unserer Zeit sind in der Regel beide Formen miteinander verbunden und ergänzen sich. So ist zum Beispiel Deutschland eine repräsentative Demokratie mit Elementen der direkten Demokratie: Die Bürgerinnen und Bürger wählen Abgeordnete, die sie in politischen Entscheidungen vertreten (= repräsentieren). In den Bundesländern, Städten und Gemeinden können sie zudem direkt Einfluss mit Volksabstimmungen nehmen.
Wichtige Merkmale von Demokratien sind:
- freie Wahlen,
- Gewaltenteilung,
- Schutz von Grundrechten,
- Meinungsfreiheit,
- Schutz von Minderheiten,
- Rechtsstaatlichkeit.
Demokratie ist auch eine Lebensform, denn erst, wenn Menschen sich beteiligen, wird Demokratie mit Leben gefüllt. Manche vergleichen die Demokratie mit dem Bau eines Hauses: Es gibt immer etwas daran zu tun und viele Menschen bauen es gemeinsam.
Das Gegenteil von Demokratien sind Diktaturen oder autoritäre Systeme. Dort entscheidet nicht das Volk, sondern einzelne Personen oder Gruppen bestimmen – meist ohne freie Wahlen, ohne unabhängige Gerichte oder Rechte gegenüber dem Staat.
- Sehhilfe
In Deutschland leben vier anerkannte nationale Minderheiten:
• die dänische Minderheit,
• die friesische Volksgruppe,
• die deutschen Sinti und Roma,
• die Sorben/Wenden.
Sie haben besondere Rechte, damit ihre Sprache, Kultur und Interessen geschützt bleiben. Zum Beispiel musste die Partei der dänischen Minderheit und der friesischen Volksgruppe (Südschleswigschen Wählerverband – SSW) als sie zur Bundestagswahl 2021 und 2025 antrat, nicht die sonst nötigen fünf Prozent der Stimmen erreichen, um einen Sitz im Bundestag zu bekommen.
Brandenburg: Vom preußischen Erbe zur modernen Demokratie
Das Gebiet des heutigen Brandenburgs war lange von Systemen geprägt, die nicht demokratisch waren: von der preußischen Monarchie mit König und Kaiser an der Spitze über die nationalsozialistische Diktatur bis zur SED-Diktatur in der DDR.
Demokratische Ansätze wie in der Weimarer Republik wurden 1933 im Nationalsozialismus völlig zerstört. Nach der Friedlichen Revolution von 1989 wurde das neugegründete Land Brandenburg Teil der Bundesrepublik Deutschland. 1992 stimmten die Brandenburgerinnen und Brandenburger in einem Volksentscheid für eine eigene demokratische Landesverfassung.
BLPB, Dezember 2025
Teilen auf



Kommentare
KommentierenDemokratie braucht alle
10 Thesen des Bundesjugendkuratoriums zu den aktuellen Herausforderungen
weiterlesen
Neuen Kommentar hinzufügen