Demokratie

Freiheit, Verantwortung und Beteiligung

Demokratie bedeutet „Herrschaft des Volkes“. In einer Demokratie entscheiden die Bürgerinnen und Bürger, wie Politik gestaltet wird.

Illustration zum Thema Demokratie: viele Menschen bauen an einem gemeinsamen Haus
© BLPB/Großstadtzoo

Leichte Sprache: Demokratie

Demokratie ist eine Form des Regierens – also die Art und Weise, wie politische Macht organisiert und ausgeübt wird.

Die grundlegenden Formen sind:

In den Demokratien unserer Zeit sind in der Regel beide Formen miteinander verbunden und ergänzen sich. So ist zum Beispiel Deutschland eine repräsentative Demokratie mit Elementen der direkten Demokratie: Die Bürgerinnen und Bürger wählen Abgeordnete, die sie in politischen Entscheidungen vertreten (= repräsentieren). In den Bundesländern, Städten und Gemeinden können sie zudem direkt Einfluss mit Volksabstimmungen nehmen.

Wichtige Merkmale von Demokratien sind:

Demokratie ist auch eine Lebensform, denn erst, wenn Menschen sich beteiligen, wird Demokratie mit Leben gefüllt. Manche vergleichen die Demokratie mit dem Bau eines Hauses: Es gibt immer etwas daran zu tun und viele Menschen bauen es gemeinsam.

Das Gegenteil von Demokratien sind Diktaturen oder autoritäre Systeme. Dort entscheidet nicht das Volk, sondern einzelne Personen oder Gruppen bestimmen – meist ohne freie Wahlen, ohne unabhängige Gerichte oder Rechte gegenüber dem Staat.

Sehhilfe
 
Icon Demokratie
© Großstadtzoo

In einer Demokratie entscheidet das Volk mit. Zum Beispiel durch Wahlen.

Schutz von Minderheiten in der deutschen Demokratie

In Deutschland leben vier anerkannte nationale Minderheiten:

• die dänische Minderheit,
• die friesische Volksgruppe,
• die deutschen Sinti und Roma,
• die Sorben/Wenden.

Sie haben besondere Rechte, damit ihre Sprache, Kultur und Interessen geschützt bleiben. Zum Beispiel musste die Partei der dänischen Minderheit und der friesischen Volksgruppe (Südschleswigschen Wählerverband – SSW) als sie zur Bundestagswahl 2021 und 2025 antrat, nicht die sonst nötigen fünf Prozent der Stimmen erreichen, um einen Sitz im Bundestag zu bekommen.

Brandenburg: Vom preußischen Erbe zur modernen Demokratie

Das Gebiet des heutigen Brandenburgs war lange von Systemen geprägt, die nicht demokratisch waren: von der preußischen Monarchie mit König und Kaiser an der Spitze über die nationalsozialistische Diktatur bis zur SED-Diktatur in der DDR

Demokratische Ansätze wie in der Weimarer Republik wurden 1933 im Nationalsozialismus völlig zerstört. Nach der Friedlichen Revolution von 1989 wurde das neugegründete Land Brandenburg Teil der Bundesrepublik Deutschland. 1992 stimmten die Brandenburgerinnen und Brandenburger in einem Volksentscheid für eine eigene demokratische Landesverfassung.

 

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Volker Ullrich

Schicksalsstunden einer Demokratie

Volker Ullrich analysiert die entscheidenden Momente, die zum Untergang der Weimarer Republik führten. Er zeigt, wie ungenutzte Chancen und verspielte Alternativen das Schicksal der ersten deutschen Demokratie prägten. Ein eindringlicher Appell der besorgniserregende Parallelen zur heutigen politischen Lage aufzeigt.

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Neumann, Peter R. / Schneider, Richard C.

Das Sterben der Demokratie

Peter R. Neumann und Richard C. Schneider analysieren die globale Krise der Demokratie. Sie zeigen, wie Staaten und Regime mit autoritären und autokratischen Tendenzen in Europa, Asien und Amerika die freie Welt untergraben. Das Buch beleuchtet die Methoden der Destabilisierung von innen und außen und fragt, warum die Verteidigung der Demokratie gegenwärtig so schwerfällt.

BLPB, Dezember 2025

Linktipps

  • Was ist Demokratie?

    Für viele Menschen in Brandenburg war das Leben in einer demokratischen Ordnung völlig neu, als 1990 die beiden deutschen Staaten wiedervereinigt wurden. Was macht dieses System aus?

  • APuZ Podcast: Zustand der Demokratie

    Wie steht es um die Demokratie in Deutschland und weltweit? Inwiefern ist die Demokratie weltweit in Gefahr und wie misst man das? Was belastet die Demokratie in Deutschland und wie finden wir demokratische Antworten auf gesellschaftliche Konflikte? Welches Potenzial steckt in Bürgerräten, um die Demokratie zu verbessern? (APuZ (26-27/2021)

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10 Thesen des Bundesjugendkuratoriums zu den aktuellen Herausforderungen

  1. Demokratie ist erfahrbar und erlebbar
  2. Demokratie muss verständlich sein
  3. Demokratie ist etwas für alle Generationen
  4. Demokratie beginnt im Alltag
  5. Demokratie muss sich selbst beobachten
  6. Demokratie kämpft mit der Zeit
  7. Demokratie muss sich der wachsenden Komplexität von Gesellschaft stellen
  8. Die Qualitiät von Demokratie entscheidet sich im Umgang mit Minderheiten
  9. Demokratie ist auf junge Menschen angewiesen
  10. In der Demokratie geht es um alle

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