Der Mittelpunkt Brandenburgs

Geografischer Mittelpunkt des Landes Brandenburg
Foto: Landeszentrale

Seit jeher scheint vom Begriff der Mitte bzw. des Mittelpunktes eine ganz besondere Faszination und Mystik auszugehen: Es heißt, Fama, die Göttin des Gerüchts, lebe am Mittelpunkt des Erdkreises, Jules Verne nimmt den Leser in seinem Roman mit auf „Die Reise zum Mittelpunkt der Erde“ und auch die gesellschaftliche Mitte wird oft zum erstrebenswerten Ziel erhoben.

Der in den 1990er Jahren geprägte Term der „Neuen Mitte“ wurde nicht nur von der Politik dankbar aufgegriffen. Er wird auch in Soziologie und Städtebau gern verwendet, wie der Aufbau des Stadtschlosses in „Potsdams neuer Mitte“ zeigt. Die brandenburgische Landeshauptstadt kann zudem für sich beanspruchen, der politische Mittelpunkt des Landes zu sein. Befragte man Besucher Brandenburgs, so würden sie sicherlich auch aus kultureller Sicht Potsdam eine zentrale Funktion zuschreiben. Je nach Sichtweise sind mehrere Mittelpunkte denkbar und sicherlich auch begründbar.

Den geografischen Mittelpunkt von Brandenburg hat Werner Maltry, ein Potsdamer Professor im Ruhestand auf Grundlage der Daten des brandenburgischen Landesvermessungsamtes berechnet. Dazu wurden der jeweils nördlichste und südlichste bzw. westlichste und östlichste Punkt der Landesgrenze verwendet. Durch die Halbierung der Entfernungen und Kreuzung parallel zu den Längen- und Breitenkreisen ergibt sich ein Schnittpunkt.

Der Schnittpunkt liegt demnach bei 52 27' 32,5" n.Br. und 13 00' 57" ö.L. und ist durch eine Edelstahlstehle im Fahrländer See markiert. Fahrland ist seit 2004 ein Ortsteil der Brandenburger Landeshauptstadt Potsdam. 

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