Streitbare Demokratie

Der Grundsatz der "streitbaren Demokratie" dient dem Schutz des demokratischen Systems in Deutschland. Es bedeutet, dass sich der Staat, aber auch seine Bürgerinnen und Bürger, zur Wehr gegen Feinde des demokratischen Systems setzen.

Subsidiarität

Subsidiarität bedeutet, dass Eigenver­antwortung vor staatliches Handeln gestellt und die Eigenleistung und die Selbstbestimmung des Individuums und der Gemeinschaften gefördert wird.

Tag der Arbeit: 1. Mai

Am 1. Mai feiert die Arbeiter- und Gewerkschaftsbewegung weltweit den "Tag der Arbeit." In Deutschland und vielen anderen Ländern, darunter China, Brasilien, Russland und die Türkei ist der Tag ein gesetzlicher Feiertag.

Tag der Befreiung: 8. Mai 1945

Der 8. Mai 1945 war der Tag, an dem die bedingungslose Kapitulation aller Wehrmachtsteile in Kraft trat und der 2. Weltkrieg in Europa beendete wurde. Durch seinen symbolischen Charakter kommen ihm unterschiedliche Bedeutungen zu. Für die einen ist es der Tag der Befreiung vom Nationalsozialismus, für andere noch immer der Tag der Kapitulation und der deutschen Niederlage.

Tag der Deutschen Einheit

Der 3. Oktober 1990 steht als Symbol für einige der aufregendsten Monate der deutschen Geschichte. Der „Tag der Deutschen Einheit“ bildet den Abschluss der ersten friedlichen Revolution auf deutschem Boden, mit der sich die Bürger der DDR gegen die SED Diktatur auflehnten und diese ohne Blutvergießen zu Fall brachten.

Tag von Potsdam

Am 21. März 1933 wurde in der Garnisonkirche in Potsdam der erste Reichstag nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten eröffnet. Dieser Tag ging als „Tag von Potsdam“ in die Geschichte ein.

Toleranz

Als Toleranz wird die Bereitschaft bezeichnet, in Fragen der religiösen, politischen, weltanschaulichen und kulturellen Überzeugung auch andere als die eigenen Anschauungen, Einstellungen Sitten und Gewohnheiten gelten zu lassen und anzuerkennen.

Transidentität

Die Wörter Transfrau, Transmann, Transgender, transgeschlechtlich, transsexuell oder einfach nur trans* beschreiben Menschen, die sich nicht mit dem Geschlecht identifizieren, das ihnen bei der Geburt zugewiesen wurde.

Treuhand

Die Treuhandanstalt wurde geschaffen, um die ostdeutsche Wirtschaft von einer sozialistischen Planwirtschaft in eine soziale Marktwirtschaft zu überführen.

Überhangmandate

Überhangmandate entstehen, wenn eine Partei mehr Direktmandate (Erststimme des Wählers) gewinnt, als ihr prozentual nach ihren Zweitstimmen zustehen würden.

Überwachungsstaat

Mit dem Begriff wird ein Staat beschrieben, der umfangreiche Überwachungsmaßnahmen, die tiefe Eingriffe in die Persönlichkeitsrechte von Bürgern darstellen können, selbst durchführt oder beauftragt.

Umerziehung

Im Begriff der "Umerziehung" werden verschiedene historische und gesellschaftliche Zusammenhänge deutlich. In Deutschland ist er zunächst vor allem in seiner englischen Form als „Re-Education“ bekannt geworden.

Unsterblichen, Die

„Die Unsterblichen“ ist eine Kampagne, bei der Neonazis in Brandenburg und Sachsen mit Masken, Fackeln und Transparenten nachts durch die Innenstädte ziehen. Dabei tragen Sie Plakate mit verfassungsfeindlichen Slogans wie „Die Demokraten bringen uns den Volkstod“.

V-Mann (V-Person)

Eine V-Person ist in der Regel Teil eines potentiell kriminellen Milieus, wie einer rechtsextremen Gruppe, und leitet heimlich Informationen über Straftaten und Pläne seiner Gruppierung an die Ermittlungsbehörden weiter.
Illustration zum Thema Verfassung
© BLPB/Großstadtzoo

Verfassung

Das Grundgesetz ist die Verfassung der Bundesrepublik Deutschland. Es legt unsere Grundrechte fest, bestimmt, wie der Staat organisiert ist, welche staatlichen Organe es gibt und wofür sie zuständig sind.

Verschwörungstheorien

Der Begriff "Verschwörungstheorie" wurde nach dem Zweiten Weltkrieg von dem Philosophen und Soziologen Karl Popper in seinem Buch "Die offene Gesellschaft und ihre Feinde" geprägt und populär. Im englischsprachigen Raum ist der Begriff schon seit dem 19. Jahrhundert bekannt.

Vertragsarbeiter

Als Vertragsarbeiter wurden in der DDR ausländische Arbeitskräfte bezeichnet, die wegen des Mangels an einheimischen Arbeitskräften ins Land geholt wurden.

Völkerbund

Wie können internationale Konflikte gelöst und Kriege verhindert werden? Diese Frage beschäftigt Politikerinnen und Politiker schon seit vielen Jahrzehnten. Ein Ansatz war der Völkerbund, der nach dem Ersten Weltkrieg (1914-1918) am 10. Januar 1920 seine Arbeit aufnahm.
Illustration einer Unterschriftensammlung
© BLPB/Großstadtzoo

Volksentscheid

Der Volksentscheid ist eine Form der direkten Demokratie. Er ist die letzte Stufe in einem dreistufigen Verfahren, das die direkte Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger an politischen Entscheidungsprozessen ermöglichen soll. 

Volksfeind

„Volksfeind“ oder auch „volksfeindlich“ sind Begriffe, die im Nationalsozialismus zur rechtlichen Verfolgung und Bestrafung ganz verschiedener Teile der Bevölkerung benutzt wurden. Als Volksfeind galten demnach politische Gegner der nationalsozialistischen Partei (NSDAP) zum Beispiel Kommunisten und Sozialdemokraten.

Volksgemeinschaft

Der Begriff der "Volksgemeinschaft" nimmt im modernen Rechtsextremismus einen herausragenden Stellenwert ein. Er ist Kern eines Weltbildes, das seinen Anhängern ein positives Selbstbild und eine eigene Lebens- und Erfahrungswelt bietet.

Volkstod

Im völkischen Denken stellt der Volkstod das Horrorszenario dar – der „Organismus“ würde sterben. Der Begriff wird bemüht, um einerseits eine Art bevorstehender Apokalypse als Drohkulisse zu inszenieren. Andererseits verweist er immer auch auf sein Gegenstück, die Volksgemeinschaft, die als Ausweg wahrgenommen werden soll.
Illustration: Wahlen. Ein Mensch mit einem Stimmzettel in der Hand
© BLPB/Großstadtzoo

Wahlen

In einer repräsentativen Demokratie wie Deutschland sind Wahlen für die Bürgerinnen und Bürger die wichtigste Möglichkeit, Einfluss auf die Politik zu nehmen.

Illustration einer Wahlkabine im Wahllokal
© BLPB/Großstadtzoo

Wahlgeheimnis

Die Einhaltung des Wahlgeheimnisses ist ein wichtiger Wahlgrundsatz. Jeder Wähler muss seine Stimme so abgeben können, dass niemand nachprüfen kann, wie er sich entscheidet oder entschieden hat. Er muss also bei der Stimmabgabe unbeobachtet sein.

Illustration zum Wahlergebnis. Eine Wahlhelferin zählt die Stimmen aus.
© BLPB/Großstadtzoo

Wahlhelfer und Wahlhelferinnen

Wahlhelfer und Wahlhelferinnen spielen in Deutschland eine sehr wichtige Rolle. Ohne sie wäre eine Wahl praktisch nicht möglich. Sie bilden die Grundlage für die Selbstorganisation der Wahl durch das Volk und sind damit die wichtigsten Träger des Wahlverfahrens.

Illustration zum Wahlkampf. Menschen informieren sich an Wahlplakaten
© BLPB/Großstadtzoo

Wahlkampf

Ziel des Wahlkampfs ist es, nicht nur die Stammwähler zu mobilisieren, sondern auch möglichst viele unentschlossene Wähler zu binden.

Illustration zum passiven Wahlrecht. Kandidaten stehen auf der Bühne
© BLPB/Großstadtzoo

Wahlrecht

Der Bundestag wird in einer Kombination von Mehrheits- und Verhältniswahlrecht gewählt. Nach dem Mehrheitswahlrecht ist gewählt, wer die meisten Erststimmen im Wahlkreis erhält. 

Wahlumfragen

Wahlumfragen sind Befragungen einer Auswahl von wahlberechtigten Bürgerinnen und Bürger, die nach bestimmten Kriterien und Fragestellungen durchgeführt werden.

Illustration: Wehrhafte Demokratie
© BLPB/Großstadtzoo

Wehrhafte Demokratie

Die wehrhafte Demokratie ist ein zentraler Grundsatz unseres politischen Systems. Er bedeutet, der Staat darf und muss sich aktiv gegen Kräfte wehren, die die freiheitliche demokratische Grundordnung abschaffen wollen. Dafür stehen bestimmte gesetzliche Möglichkeiten zur Verfügung.

Weihnachtsmannfiliale

Himmelpfort ist nicht nur ein staatlich anerkannter Erholungsort im Norden von Brandenburg. Das kleine Örtchen in der Uckermark hat auch ein eigenes Weihnachtspostamt – eins von neun in Deutschland und das einzige in den neuen Bundesländern.

Weltkrieg

Als Weltkrieg bezeichnet man einen gewaltsamen Konflikt mit einer großen geografischen Ausdehnung.

Wende 1989/90

Der Begriff Wende ist eine vor allem im Osten Deutschlands weit verbreitete Bezeichnung für die Friedliche Revolution von 1989/90 in der DDR.

Widerstand Südbrandenburg / Spreelichter

Das Netzwerk „Widerstand Südbrandenburg" ist eine völkisch-rassistische Vereinigung. Ihr werden die Websites „Spreelichter“, „Werde-unsterblich“ und der „Senftenberger Blogspot“ zugerechnet.

Willkommenskultur

Unter Willkommenskultur wird in der politischen Debatte im Allgemeinen das positive Verhalten der Gesellschaft gegenüber Menschen, die in unser Land einwandern, verstanden.

Wolfskinder

Als Wolfskinder wurden die Kinder bezeichnet und häufig auch beschimpft, die am Ende des Zweiten Weltkrieges auf der Flucht aus Ostpreußen, Polen, Litauen und Russland auf sich allein gestellt waren.

Xenophobie

Der Begriff Xenophobie lässt sich aus dem Griechischen ableiten und bedeutet in der wörtlichen Übersetzung "Fremdenangst". Xenos bedeutet Fremder oder auch Gast, während Phobie mit Angst übersetzt wird.

Y – Das Magazin der Bundeswehr

Politische Bildung ist für die Frauen und Männer der Bundeswehr eng mit dem Buchstaben Y verbunden.

Zionismus

Mit Zionismus wird eine politisch-religiöse Bewegung bezeichnet, die das Ziel verfolgt, einen jüdischen Nationalstaat in Palästina zu errichten. Die Bewegung entstand im 19. Jahrhundert als Reaktion auf die Bedrohung durch den Antisemitismus aus Russland und Osteuropa.
Illustration zum Thema Zivilgesellschaft
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Zivilgesellschaft

Zivilgesellschaft bedeutet Bürgergesellschaft. Menschen, die sich engagieren, mitgestalten und Verantwortung für das Gemeinwesen übernehmen, sind ein grundlegendes Element jeder Demokratie.