Gesetze regeln, wie wir in unserer Gesellschaft zusammenleben. Sie können als Bundesgesetze für ganz Deutschland oder als Landesgesetze für ein einzelnes Bundesland beschlossen werden.
„Gesinnungsterror“ ist ein Begriff, der sowohl von Rechtsextremisten verwendet wird als auch in Tageszeitungen und im Zusammenhang mit "politisch korrektem Denken" auftaucht. Rechtsextreme bezeichnen damit eine Beschränkung der Meinungsfreiheit und berufen sich dabei auf das Grundgesetz.
Gewaltenteilung ist ein zentrales Merkmal unserer Demokratie. Es bedeutet, dass die Macht des Staates aufgeteilt wird. So soll verhindert werden, dass eine Person oder Gruppe zu viel Einfluss bekommt.
Der Begriff "Globalisierung" bezeichnet einen weltweiten Verflechtungsprozess: im Handel, auf den Finanzmärkten, in der Wirtschaft, Politik, Kultur, Wissenschaft, Bildung, Migration und anderen gesellschaftlichen Bereichen. Insbesondere die Bewertung der Globalisierung und ihrer Folgen sind umstritten.
Der Begriff des Grundeinkommens bezeichnet eine Idee, wonach alle Bürgerinnen und Bürger jeden Monat einen festen Geldbetrag erhalten, der ihre Existenz sichert. Als ihr „Erfinder“ gilt der Engländer Thomas Spence, der seit Ende des 18.
Das Grundgesetz ist die Verfassung der Bundesrepublik Deutschland. Es legt unsere Grundrechte fest, bestimmt, wie der Staat organisiert ist, welche staatlichen Organe es gibt und wofür sie zuständig sind.
Grundrechte sind grundlegende Rechte, die Menschen gegenüber dem Staat haben. In Deutschland sind sie im Grundgesetz in den Artikeln 1 bis 19 festgelegt.
Mit dem Begriff werden feindselige Einstellungen und Abwertungen erfasst, die Menschen gegenüber bestimmten Menschengruppen vorbringen. Dabei geht es nicht um Feindschaften gegenüber einzelnen Menschen, sondern darum, dass diese als gesellschaftliche Gruppe insgesamt abgewertet werden.
In der Gemeinde Halbe im Landkreis Dahme-Spreewald liegt der größte deutsche Soldatenfriedhof. Dort marschieren jährlich zum Volkstrauertag Neonazis im Gedenken an die „Helden der Wehrmacht“ auf. Anfang der 1990er waren es mehrere Tausend bis die zuständige Versammlungsbehörde das „Heldengedenken“ verbot.
Der Begriff "Holocaust" bezeichnet die systematische Ermordung von circa sechs Millionen Jüdinnen und Juden durch Nationalsozialistinnen und Nationalsozialisten zwischen 1933 und 1945. Das Wort stammt aus dem Griechischen und bedeutet „Brandopfer“.
Der Begriff Homophobie (aus dem Griechischen: homo = gleich, phobos = Angst) bezeichnet die ablehnende Haltung der Gesellschaft zur Homosexualität. Der Begriff wurde 1972 von dem US-amerikanischen Psychotherapeuten George Weinberg eingeführt, um die Angst vor Schwulen und Lesben zu benennen.
Als Propagandist verfasste Wessel ein Gedicht, das nach seinem Tod mit einer Melodie unterlegt wurde. Dieses so genannte Horst-Wessel-Lied wurde zur offiziellen Hymne der NSDAP.
Die Identitäre Bewegung (kurz IBD oder Identitäre) ist ein europäisches Netzwerk verschiedener rechtskonservativer und rechtsextremer Gruppen. Sie wird der Neuen Rechten zugerechnet und versteht sich ausdrücklich als Bewegung außerhalb der Parlamente.
Das Wort Indizierung leitet sich aus dem lateinischen Wort indicare her, was so viel heißt wie „anzeigen“ oder „auf etwas hinweisen“. In der politischen Praxis der Bundesrepublik taucht der Begriff vor allem im Zusammenhang mit der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien auf.
Der Begriff der Inflation (lateinisch inflatio für „das Sichaufblasen“ oder „Das Anschwellen“) beschreibt den anhaltenden Anstieg des Preisniveaus von Gütern und Dienstleistungen in einer Volkswirtschaft innerhalb eines bestimmten Zeitraums.
Inklusion ist ein wichtiger Bestandteil demokratischer Gesellschaften. Es geht darum, Hindernisse abzubauen oder so zu gestalten, dass alle Menschen die gleichen Möglichkeiten haben, an der Gesellschaft teilzuhaben.
Integration beschreibt die gesellschaftliche und politische Eingliederung von Menschen, die sich in Herkunft, Sprache, Religion oder Kultur unterscheiden, mit dem Ziel eines gemeinschaftlichen Zusammenlebens und gleichberechtigter Teilhabe.
Islamismus ist eine Form des Extremismus. Sie wird auch „religiös begründeter Extremismus“ oder „Islamischer Fundamentalismus“ genannt. Die Begriffe beschreiben eine in muslimisch geprägten Ländern entstandene historisch gewachsene Bewegung. Ihr Hauptmerkmal ist die Vermischung von politischer Ideologie und religiösen Inhalten.
„Jugendwerkhof“ ist die Bezeichnung für eine Art Kinder- und Jugendheim in der DDR. Die Bildungs- und Erziehungspolitik der DDR hatte die Herausbildung „sozialistischer Persönlichkeiten“ zum Ziel.
Die Jungen Nationaldemokraten sind die offizielle Jugendorganisation der Nationaldemokratischen Partei Deutschlands (NPD). Heute sind sie mit etwa 350 Mitgliedern deutschlandweit die größte Jugendorganisation einer rechten Partei. Die Jungen Nationaldemokraten bekennen sich zwar zum Grundsatzprogramm der NPD, treten aber in Wort und Tat aggressiver auf.
Als Kalter Krieg wird das Spannungsverhältnis bezeichnet, das in verschiedenen Ausprägungen von 1947 bis Anfang der 1990er Jahre zwischen den USA und der Sowjetunion bestand.
Klimagerechtigkeit ist der Sammelbegriff für Forderungen nach einer gerechten Verteilung der Folgen des Klimawandels. Danach sollen Schäden, die als Folge des vom Menschen verursachten Klimawandels entstehen, nach dem Verursacherprinzip behandelt werden.
Der Begriff Klimawandel bezeichnet die langfristige Veränderung von Faktoren wie Temperatur, Niederschlag und Wind. Festgestellt werden diese Veränderungen in einem größeren Gebiet und in einem festgelegten Zeitraum. Das heißt, nicht jeder Winter ohne Schnee und nicht jeder Sommer mit viel Regen in Deutschland sind gleich ein Zeichen des Klimawandels.
Wenn bei einer Wahl keine Partei die Mehrheit im Parlament bekommen hat und deshalb nicht allein regieren kann, können sich mehrere Parteien zusammenschließen, um gemeinsam zu regieren. Diesen Zusammenschluss nennt man Koalition.
Kommunalwahlen finden in Gemeinden, Landkreisen und Städten statt. Dabei entscheiden die Wähler, wer in die kommunalen Vertretungen einzieht oder Bürgermeister wird.
Konsumbürger nutzen ihre Kaufentscheidungen, um politische Meinungen zu äußern und Einfluss auf politische oder wirtschaftliche Prozesse zu nehmen, etwa durch bewussten Konsum oder Boykotte.
Das Konzept der Konsumentendemokratie hat der österreichisch-amerikanische Kommunikationsexperten Edward Bernays (1891–1995) in den 1930er Jahren entwickelt. Bernays’ Vision machte den Konsumenten zur zentralen Figur.
Als Krieg wird ein organisierter Konflikt bezeichnet, der mit Waffen gewaltsam ausgetragen wird. Kriege können zwischen Staaten, aber auch innerhalb der Bevölkerung eines Staates stattfinden.
In Deutschland gibt es den Ku Klux Klan (KKK) unter dem Namen des „Ordens der Ritter vom feurigen Kreuz“. Der "Orden" steht in engem Zusammenhang zur rechtsextremen Szene.
Bei der Gründung der neuen Bundesländer 1990 entstand die Idee einer Fusion von Berlin und Brandenburg. Schon einmal war in der Bundesrepublik solch ein Zusammenschluss gelungen. Durch eine Volksbefragung entstand 1952 das Bundesland Baden-Württemberg.
Die Regierung des Landes Brandenburg besteht aus dem Ministerpräsidenten und den Ministerinnen und Ministern. Die Landesregierung hat ihren Sitz in Potsdam.
Der Landtag ist das Parlament des Landes Brandenburg. Er ist ein wichtiger Ort der öffentlichen Debatte, der politischen Meinungsbildung und der demokratischen Entscheidungsfindung. Als einziges unmittelbar vom Volk gewähltes Verfassungsorgan repräsentiert der Landtag das Staatsvolk des Landes Brandenburg.
Bei Landtagswahlen wählen die Wahlberechtigten eines Bundeslandes die Abgeordneten für ihr jeweiliges Landesparlament. Die Parlamente werden in den einzelnen Bundesländern unterschiedlich bezeichnet.
Leichte Sprache ist eine besonders leicht verständliche sprachliche Ausdrucksweise. Sie ist vor allem wichtig für Menschen mit Lernschwierigkeiten, aber auch für Menschen, die nicht so gut lesen können oder für die Deutsch eine Fremdsprache ist.
Linksextremismus ist eine Form des Extremismus. Linksextremistische Bestrebungen gelten als Gefahr für die demokratische Ordnung in Deutschland und werden deshalb von den Verfassungsschutzämtern auf Bundes- und Landesebene beobachtet.
Der Linkspopulismus ist eine besondere Form des Populismus. Er verwendet Ideen, Sprachregelungen und politische Methoden der politischen Linken. Ziel ist es, weniger privilegierte Bevölkerungsschichten stärker in gesellschaftspolitische Prozesse einzubinden.